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Stammtischrhetorik für… wen eigentlich?

Gepostet von admin am Freitag, 30. Juli 2010 unter: Geschwafel       

Eigentlich ist es ja recht erfreulich: Maria Fekter macht den Mund auf und schlägt keinen Verfassungsbruch vor. Das ist eine Premiere. Unser aller Lieblings-Innenministerin sagte, sie wolle zwar Ingenieure als Zuwanderer aber keine Analphabeten aus dem Bergdorf.

Abgesehen davon, dass sie in der Sache nicht Unrecht hat, ist so eine Aussage einer Ministerin unwürdig. Es geht ihr nicht um die Sache. Es geht ihr darum, so wie der Rest der Parlamentsparteien mit Ausnahme der ebenfalls chronisch erfolglosen Grünen die allertiefste Wählerschicht anzusprechen. Solche indiskutablen Aussagen hört man normaler Weise nur nach vier, fünf Bieren an einem Sonntagvormittag in jedem beliebigen Wirtshaus. Es ist auch keine Frage von political correctness. Die Aufgabe eines Regierungsmitgliedes ist, die Gesetze zu vollziehen und nicht private Ressentiments auszuleben. Man sollte glauben, dass Menschen, die das nicht können, vor dem Aufstieg in höchste Staatsämter aussortiert werden. Doch schon in der Causa Zogaj war es Frau Fekter nicht möglich, ihre persönliche Abneigung gegen ein Teenager-Mädchen glaubwürdig in Schach zu halten. Damals konnte man es noch für einen Ausrutscher halten, dass sie sich von der Gegenwehr der Arigona persönlich angegriffen fühlte. Doch so legt sie noch ein Schäuferl nach. Vermutlich nicht ohne den Hintergedanken, diese an sich verschwindend kleine unkritische Bierzutzler-Schicht anzusprechen.

Das finden wir schade. Liberale nehmen prinzipiell an, dass jeder Mensch ein gewisses Mindestmaß an Intelligenz und Urteilsvermögen hat – nicht umsonst glauben wir, dass Eigenverantwortung besser funktioniert als staatliche Bevormundung. Aus genau diesem Grund wird es von Liberalen niemals solche Aussagen geben. Trotzdem wissen wir, dass in Migrationsfragen vielen falsch läuft und haben auch Konzepte, das zu ändern. Dabei werden wir jedoch niemals auf das tiefst mögliche Niveau, das wirklich nicht mehr allzu weit von dem entfernt ist, was bei FPÖ-Zeltfesten so gesagt wird, sinken. Mündige Wähler brauchen keine Ressentiments sondern bilden sich ihre eigene Meinung.

Vielleicht ist das der große Fehler. Vielleicht fährt man ohne Leute wie Frau Fekter in den eigenen Reihen keine 30 Prozent ein. Aber eines ist sicher: Liberale Wähler fühlen sich wohler, wenn nicht die niedrigsten Instinkte des gegeneinander Ausspielens angesprochen werden sondern konkrete und menschliche Lösungen auf den Tisch gelegt.

Auch die ÖVP war einmal eine anständige Partei und ist es in weiten Teilen auch heute noch. Es wäre angebracht, wenn sie aufhören würde, sich mit der FPÖ um den braunen Bodensatz zu balgen. Der Wähler hält sie für staatstragend. Es wäre angebracht, sich auch so zu verhalten.

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Nachtrag Hirter.

Gepostet von admin am Donnerstag, 29. Juli 2010 unter: Geschwafel       

Mein Gott, die meinen das wirklich ernst. Hier ist der TV-Spot zur übergeilen ‘Idee’. Gehts noch ein bisserl tiefer?

Wie schon gesagt. Traust di nie und/oder Vollsuff ist die einzige Erklärung.

Ich habe übrigens schon einen Claim für die nächste durchdachte, ultrakreative und vor allem total provokante Hirter-Kampagne ausgearbeitet. Es wird wegen des Erfolges dieser sicher noch dauern, aber ab 2014 herum sollte die Kampagne dann HIRTER FÜR HITLER heißen, die TV-Spots in einem fidelen KZ spielen und auf dem Plakat sterbende Soldaten zu sehen sein, die eine Flasche in der Hand haben und Heil Hirter! als letzte Worte aufs Schlachtfeld rufen. Für die Idee bitte 20.000 Euro auf mein Konto, bittedanke. Einen Dreijährigen, der das nötige Photoshopping besorgt, kann ich vermitteln.

Ach ja, bevor ichs vergesse. Das dahinterliegende Konzept im Volltext: Heast Oida, bei Tuttln und Steife reg’n se nur die Emanzen wie auf Bestöllung auf. Beim Hittla regn se olle auf und es reimt se fost auf Hiata. Das is suppa.

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Wie viel Verwaltung ist zu viel?

Gepostet von admin am Mittwoch, 28. Juli 2010 unter: Geschwafel       

 

Zählen wir nach. EU, Bund, Länder, Bezirke, Gemeinden. Das sind fünf Verwaltungseinheiten, die uns mit Gesetzen, Vorschriften und natürlich Steuern und Abgaben beglücken. Ohne jetzt jemandem sein sicheres Einkommen zu missgönnen: Das sind für acht Millionen Einwohner eindeutig zu viele. Ohne jetzt den alten, müden Vergleich mit dem größeren Bayern zu strapazieren, schauen wir doch mal nach, was davon wir wirklich brauchen.

Von der Kunst zu verwalten, bis nichts mehr geht

Da wäre die EU. Auch wenn sie gern unter Beschuss gerät und ein dankbares Opfer für feige heimische Politiker auf der Suche nach Sündenböcken ist, brauchen wir sie doch. Dahinter steht nicht ein Großmachtsglaube, sondern Realpolitik. In einer globalisierten Welt hat ein Kleinstaat keine Chance. Und nein, die Schweiz ist kein Maßstab, da Ausnahmen, die seit Jahrhunderten von jedem Krieg auf diesem Planeten profitieren, die Regel bestätigen. Die EU gibt trotz ihrer Schwächen vom Demokratiedefizit bis zur Vorratsdatenspeicherung die vielen kleinen Stimmen Europas Gewicht. Das brauchen sie auch, sonst fahren Größere wie etwa China einfach drüber. Das wäre spürbar vom Großkonzern bis hin zu exportorientierten KMU.

Dann wäre da der Bund. Theoretisch brauchen wir den nicht. Hätten wir, und das ist das große ABER, nicht noch immer das Staatsdenken in uns verankert. Flaggen, Hymnen und das Gefühl, nicht nur ein unbedeutender Spielball zu sein, sind wichtig. Außerdem deckt die EU nicht die gesamte Gesetzgebungspalette ab. Die momentane Besetzung an der Staatsspitze wird allerdings spätestens beim Sparpaket im Dezember ihren Offenbarungseid leisten. Spitzenpolitiker mit Visionen jenseits der eigenen Tasche und Wiederwahl? Fehlanzeige seit Jahrzehnten.

Die Länder sind interessant. Es ist unfair, die Beamten der Länder anzugreifen, denn sie erfüllen wichtige Aufgaben in relativer Bürgernähe. Allerdings spricht absolut nichts dagegen, sie in den Sold des Bundes zu stellen, den Überschuss per natürlichem Abgang abzubauen und die Landesregierungen ersatzlos zu streichen. Denn, sind wir ehrlich: Ob es jetzt ein europaweites Tierschutzgesetz gibt, ein bundesweites oder ob Hunderte teure Landesabgeordnete jeweils ihr eigenes Süppchen kochen, ist vollkommen irrelevant. Dabei geht es nicht um die Gehälter derselben. Es geht darum, dass jedes dieser Eitelkeitsgesetze neun Mal teuer umgesetzt werden muss. Das Burgenland hat dann zwar noch immer nur knapp mehr Einwohner als Graz, leistet sich aber mehr Verwaltung als Berlin mit zehn Mal so vielen Menschen.

Auch die Bezirksverwaltungen sind nicht uninteressant. Was genau machen die eigentlich, außer sehr stolz auf ihre Autokennzeichen zu sein? Jagdrecht und Gewerbeaufsicht. Gibt es auch nur einen einzigen Grund, diese Dinge nicht auf Bundesebene zu lösen? Gibt es zu diesen 99 willkürlichen Konstrukten irgendeine Bindung in der Bevölkerung? Kennt jemand seinen Bezirkshauptmann?

Und schließlich die Gemeinden. Die Gemeinde ist an sich wichtig, da sich Menschen damit identifizieren und Bürgernähe selbstverständlich wichtig ist. Ein Moloch in Wien oder Brüssel ohne Ansprechpartner ist keine Bürgernähe. Was aber nicht heißt, dass Oberösterreich allein 445 davon braucht. Das ergibt eine durchschnittliche Bevölkerung von rund 3000, wobei die tatsächliche Anzahl pro Landgemeinde durch die Städte Linz und Wels noch geringer ist. Wer hier kein Potenzial zur Effizienzsteigerung ortet, muss jener Partei angehören, die die meisten Bürgermeister stellt.

Wer Visionen hat…

Der gelernte Österreicher weiß, dass sich trotz aller Potenziale in diesem Bereich nichts ändern wird. Zu gemütlich die Pfründe, zu viele Freunde zu versorgen, zu viel Parteipolitik. Statt dort zu sparen, wo es erstens weh tut und zweitens langfristig sinnvoll ist, hebt man dann im Dezember lieber eine Vielzahl an Steuern an. Wie sagte Ex-Kanzler Franz Vranitzky? Wer Visionen hat, braucht einen Arzt. Das ist nicht nur ein Ausspruch, das könnte so in der Verfassung stehen und die Politik im Land bräuchte sich keinen Deut ändern.

Wie wäre es mit einer gewagten Vision. Was, wenn zusammengeht, was zusammengehört? Dazu müsste man aufhören, in nationalen Kategorien zu denken. Die Wahrheit ist doch, dass Tiroler mehr Südtirolern gemeinsam haben als mit Niederösterreichern, Oberösterreicher mehr mit Bayern als mit Burgenländern und Kärntner… natürlich mit Slowenen ;) Dieses Muster zieht sich durch ganz Europa. Was, wenn wir uns die nationalen Grenzen wegdenken und damit das Fett, das so viel Möglichkeit zu politischem Filz unweigerlich ansetzt? Dann hätten wir die EU als dann demokratischen Metastaat für Außenpolitik, Verteidigung, Steuerpolitik und all diese Dinge, die sich mit kleinen Einheiten nicht lösen lassen.

Die Bürgernähe würde durch erstarkte, demokratisch gewählte Bezirksverwaltungen mit limitierter Steuerhoheit gewährleistet. Die hätten zwei Aufgaben: Anliegen der Bürger regional umzusetzen und im Zweifelsfall nach oben weiterzugeben. Die entsprechenden Politiker wären in einem stark erweiterten EU-Parlament ohne Klubzwang ausschließlich ihrer Region verpflichtet (wie es theoretisch übrigens auch im heimischen Parlament sein sollte). Wichtig in diesem Zusammenhang wäre eine Entflechtung der Gerichte von der Parteipolitik hin zu einem wirklich bürgernahen, unabhängigen System. Was spricht dagegen, Richter aus einem Kreis von Juristen ebenfalls demokratisch zu wählen?

Darunter befinden sich die Gemeinden, die, zusammengefasst auf Einheiten von mindestens 10.000 Einwohnern, ebenfalls wichtige Funktionen auf lokaler Ebene innehaben – vergleichbar mit dem, was die Bezirke heute tun.

Eine schöne, sparsame Vision. Jetzt wird’s wohl Zeit für eine gründliche Untersuchung.

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Unglaublich schlecht.

Gepostet von admin am Mittwoch, 28. Juli 2010 unter: Geschwafel       

(Das Foto ist von diesem Bloggerkollegen geklaut)

Nein, als ich das erste Mal dieses Plakat gegenüber meiner Bushaltestelle hängen gesehen habe, ist nicht der kleine Frauenversteher in mir schreiend aufgewacht. Es ist mir egal, dass es sowohl Männer als auch Frauen gleichermaßen diskriminiert (indem es die einen zu reinen Sexobjekten macht und den anderen jede Art von Triebkontrolle abspricht). Das muss Hirter eh selber wissen, ob es die verschwindend kleine Zielgruppe, der sowas gefällt, wirklich gegen den Rest der Menschheit austauschen will.

Schockierend ist, wie grottenschlecht diese ‘Kampagne’ ist und zwar auf jeder nur erdenklichen Ebene.

Zuerst die Idee. Welche Idee? Nackte Frauen, die Bier halten? Wow. Das müssen wahre Planning-Marathons gewesen sein. Man sieht die Schlafsäcke praktisch vor sich, in denen sich unruhige Kreative unter Agenturtischen ein paar Minuten lang zu entspannen suchen, bevor die nächste Session ruft.

Besonders gemein ist aber, dass, als dieses löwenverdächtige Sujet nach Wochen, nein, Monaten, geboren war – wir wollen nicht wissen, auf welchem Weg es den Körper der ‘Kreativen’ verlassen hat – etwas passiert ist. Der Grafik-Ferialpraktikant. Der hat das dann verpfuscht.

Das Plakat ist nämlich nicht nur saudumm und fantasielos, es ist auch unendlich schlundig gemacht. Es war offensichtlich zu viel Aufwand, diese drei Mädels an einem Ort zu versammeln. Enter Photoshop, stage left. Was genau ist eine Perspektive? Egal, merkt eh keiner von den Geilspechten. Tut die leicht unnatürliche Körperhaltung der Schwarzharigen eigentlich weh? Und: Wenn sie schon offensichtlich aus verschiedenen Winkeln fotografiert und mit der Subtilität einer Rolle Tixo zusammengepappt werden, kann man den Models auch gleich die Aufgabe ersparen, die Gläser in der Hand zu halten. Folgerichtig schweben selbige nicht nur vor Rothaarigen im leeren Raum. Der Hintergrund schließlich… soll das den blauen Sommerhimmel darstellen oder wurde hier einfach vergessen, die Blue Box zu ersetzen? Kann man ja leicht übersehen…

Man wird es wohl nie erfahren. Ebensowenig, was ein gutes Unternehmen mit einem süffigen Produkt dazu geritten hat, sich mit… sowas… nach außen zu präsentieren. Oder, anders gefragt: In welcher Werbeagentur werden Kreative, die so etwas fabrizieren, nicht auf der Stelle gefeuert? Ich meine, das kann man schon herzeigen. Agenturintern. Wenn der Chef am Samstagvormittag ein Brainstorming ansetzt und man unbedingt was ironisch Gebrochenes braucht, um die Schlechtigkeit der Welt anzuprangern.

Persönlich glaube ich eher, dass der Agenturchef und der Boss von Hirter eines Abends etwas zu lang beim eigenen Produkt zusammengesessen sind. Irgend wann fallen dann unweigerlich die magischen Worte: Traust di nie…

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Unpackbar XXII.

Gepostet von admin am Montag, 26. Juli 2010 unter: Geschwafel       

In Oberösterreich hat die Fremdenpolizei auf der Suche nach einem 15-Jährigen, der nach Georgien abgeschoben werden sollte, das Haus eines Nachbarn der Familie durchsucht. Der Hauseigentümer war während der Aktion nicht zuhause und wurde auch nicht verständigt. Juristen halten diese Hausdurchsuchung für rechtlich gedeckt, aber problematisch.

http://oe1.orf.at/artikel/251429

Weiterführender Link statt Kommentar:

http://de.wikipedia.org/wiki/Polizeistaat

Andererseits, irgend was muss man dazu sagen. Das ist die Ernte der Saat, die seit Jahren ausgestreut wird. Nicht nur das Volk jubelt, wenn es den ‘Anderen’ an den Kragen geht. Auch Polizei und Justiz lenken durch solche Aktionen von ihrer Hilflosigkeit gegenüber den echten Verbrechern dieser ehemaligen Republik ab. Denn wenn es ums Abschieben geht, kann man sich des Beifalls des ‘kleinen Mannes’ sicher sein. Da ist dann egal, ob grundlegende Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Kurz gesagt, es ist nicht nur zum Kotzen, es ist zum Verzweifeln. Denn solche Dinge passieren. Dann regen sich ein paar linkslinke Gutmenschenausländerfreunde auf. Dann passiert es wieder und weniger regen sich auf. Und beim dritten Mal ist diese Vorgehensweise schon vollkommen normal und auch in ansonsten kritischen Kreisen akzeptiert. Und dann geht sie nie wieder weg.

Hier noch ein Ausschnitt aus der US-Verfassung, IV. Zusatz von 1791 (!):

Das Recht des Volkes auf Sicherheit der Person und der Wohnung, der Urkunden und des Eigentums, vor willkürlicher Durchsuchung, Verhaftung und Beschlagnahme darf nicht verletzt werden, und Haussuchungs- und Haftbefehle dürfen nur bei Vorliegen eines eidlich oder eidesstattlich erhärteten Rechtsgrundes ausgestellt werden und müssen die zu durchsuchende Örtlichkeit und die in Gewahrsam zu nehmenden Personen oder Gegenstände genau bezeichnen.

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Krone-Probleme.

Gepostet von admin am Sonntag, 25. Juli 2010 unter: Geschwafel       

LOL.

j0l

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B.

Gepostet von admin am Sonntag, 18. Juli 2010 unter: Geschwafel       

Als Schreiber für B-Movies (und verstärkt B-Videospielen, wobei hier die Zuordnung aufgrund trotzdem vorhandener technischer Kompetenz nicht so einfach ist) braucht man vor allem eines: Mut. Den Mut, eine gewisse Art von Dialogen zu schreiben. Hier ein kurzer Schnippsel aus Resident Evil 5. Der muskelbepackte Held und seine schöne Begleiterin treffen in einer zombieverseuchten afrikanischen Stadt auf ein kleines, einsames Mädchen. Cutscene, das Mädchen wird von Zombies gepackt und weggezerrt. Kurz darauf befreien sie unsere Helden und das Mädchen sieht etwas mitgenommen aus.

Held: What’s wrong?

Open-mouthed smile

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Warm.

Gepostet von admin am Sonntag, 18. Juli 2010 unter: Geschwafel       

Interessant. Es scheint auch schon früher warme Sommer gegeben zu haben:

Hitzewelle – Wie Plagen aus alter Zeit

Darbende Natur, schwitzende Bürger: Europa hatte den heißesten Juni seit Menschengedenken. Straßendecken platzten, Börsenkurse sanken, Walen im Zoo drohte Sonnenbrand. Während Stadtbewohner Streß befiel, bahnten sich auf dem Land Milliardenschäden an. Und nicht nur der Schirmherstellerverband flehte um Regen.

Besonders bemerkenswert ist bei diesem Artikel von 1976 der vorletzte Absatz:

In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt mußte die Feuerwehr übers vorletzte Wochenende 30mal versprengte Bienenschwärme bändigen.

Irgend wann zwischen damals und heute sind die Bienen also offenbar verschwunden (PDF).

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Mord in Firenze.

Gepostet von admin am Samstag, 17. Juli 2010 unter: Geschwafel       

Das Gerücht, dass Videospiele was für Kinder sind, dürfte schön langsam aussterben. Ein perfektes Beispiel dafür ist Assassin’s Creed 2. Abgesehen von einem unsäglichen Kopierschutz (danke Ubisoft, ihr seid da wirklich Weltmarktführer im Unnädigsein) funktioniert dieses ‘Spiel’ auf allen Ebenen wie ein sehr gut produzierter Film. Dabei sticht nicht die Brutalität ins Auge – was erwartet man, wenn man sich durchs Italien der Renaissance mordet – sondern die penible historische Genauigkeit der Produzenten. Könnte ein Kind schätzen, dass Florenz, Venedig, Forlì und San Gimignano unglaublich realitätsnah nachgebaut wurden? Dass jedes Kleidungsstück, jede Waffe historisch real ist?

Wenn man diese Gegend kennt, kann man die vielen Details noch mehr schätzen. Vor allem San Gimignano sieht heute noch genauso aus wie vor 600 Jahren, minus Touristenmassen dafür plus lange Messer. Beeindruckend.

Natürlich darf man die Geschichte nicht allzu ernst nehmen. Interessant ist aber, wie sehr sie mit realen Ereignissen verwoben wird. da Vinci, Macchiavelli und die Borgias – alle da und deutlich mehr als Aufputz. So geht das, liebe Spielehersteller. Ein Dumm-Shooter nach dem anderen ist sicher nicht der Weg zur Glückseligkeit. Wie in Hollywood muss da ein bisschen mehr Feuer dahinter sein. Sorgfalt und ein breit angesprochene Zuschauerschicht zahlen sich aus, egal, ob auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm.

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Uwe!

Gepostet von admin am Samstag, 10. Juli 2010 unter: Geschwafel       

Die bekannt linkslinke Justiz hetzt wieder einmal gegen den armen Karl-Heinz Grasser. Kennt man, weiß man, nix kommt raus, das verschwindet wieder. Was man sich aber fragen muss: Kommt jetzt eigentlich bei der Causa Scheuch heraus? Man erinnere sich: Das Magazin News kam vor längerer Zeit in den Besitz eines Tonbandes mit einem aufgezeichneten Telefongespräch, in dem Uwe Scheuch, Chef der Kärntner Alt-Neo-FIKFAKFUK ganz offen illegale Parteispenden forderte und eine Staatsbürgerschaft als part of the berühmten game versprach.

Abgesehen davon, dass Kärnten seitdem beinahe pleite gegangen wäre und die dortige Hypo, Hausbank der FPBZwhatever um viel Geld verstaatlicht werden musste… was genau ist eigentlich seit dieser explosiven Enthüllung passiert? Gibts da Ermittlungen? Oder wurde das unter den Tisch gekehrt, verjährt, vergessen?

Nicht vergessen werden die Millionen- und Milliardenaffären hoffentlich vom Volk. Dieses wird nämlich ab 2011 ganz kräftig zur Kasse gebeten. Diese Bagage jedoch wird nicht mitbezahlen.

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