Einer der…
2007
…herausragendsten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre kommt vollkommen ohne CGI-Effekte aus. Die Rede ist von „The Man from Earth”, geschrieben von Jerome Bixby. Die Ausgangsituation ist einfach: Ein Professor, der sich in seinem Haus in den Bergen von seinen Kollegen verabschiedet. Bei dieser Gelegenheit beichtet er, dass er vor etwa 14.000 Jahren im heutigen Frankreich geboren wurde. Mehr wird hier nicht verraten, da die Geschichte einige wunderbar angelegte Fallen und Plot twists enthält.
Dieser Film hat weder Aliens noch teure Special Effects vorzuweisen. Genau genommen spielt er zu 95% in einem einzigen Raum. Doch der Dialog — der auch die gesamte Handlung darstellt — zieht den Zuschauer in seinen Bann wie es bisher nur K-PAX auch nur annähernd geschafft hat. Während jedoch der ältere Film keine Antwort gibt und Kevin Spacey am Ende entfleuchen lässt, setzt Autor Bixby einen dramatischen Schlusspunkt mit einer eindeutigen Lösung. Bis es jedoch so weit ist, bekommt der Zuschauer — der übrigens nicht im Geringsten geduldig sein muss — eine Konversation auf höchstem Niveau zu hören, die ihn noch minutenlang nach Filmende nachdenklich sitzen lässt. Möglich machen das neben einem cleveren Drehbuch vor allem die Schauspieler: allen voran die Veteranen John Billingsley und Tony Todd, ergänzt vom intensiven ‚Unsterblichen’ David Lee Smith (Sehern von CSI: Miami bekannt als Rick Stetler). Regisseur Richard Schenkman, bekannt für außergewöhnliche Werbespots und Musikvideos, lässt sich nicht hinreißen, eine moderne, wild schaukelnde und zuckende Kamera einzusetzen, sondern setzt auf ruhige, beinahe altmodische Bilder, die die gesamte Epik der Geschichte in den Gesichtern seiner Schauspieler erahnen lassen. Tolle Leistung für einen, der praktisch die selbe Karriere wie Michael Bay hinter sich hat, sich aber nicht hinreißen lässt, auch intime Momente wie einen Videoclip zu schneiden.
Alles in allem: der wahrscheinlich beste Film 2007. Gute Sache, dass ich den noch so knapp vor Neujahr gesehen habe — ansonsten wäre das wohl Hot Fuzz oder Werner Herzogs Rescue Dawn geworden (Werner Herzog kann übrigens einen ähnlich hypnotischen SciFi-Film für sich verbuchen: The Wild Blue Yonder)
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[...] was a sign that some in Hollywood might be shifting their thinking. A new independent movie called Jerome Bixby’s ...
[...] The Man From Earth (2007, Filmkritik), The Fifth Element [...]