Wahlempfehlung.

Sep
2008
27

Ich habe letz­tens mit einer alten Bekann­ten gechat­tet. Freun­din wäre zu viel gesagt, man kennt sich halt und trifft sich immer wie­der, auch beruf­lich. Was bei ihr eigent­lich nicht zählt, weil sie schon ewig in Karenz ist und das auch noch bleibt (wie lange kann man eigent­lich?) Das Gespräch kommt auf die dro­hen­den Wah­len. Sie: “Und, du wählst eh auch Stra­che, gell?”

Hallo!?

Sie erklärte mir dann, dass das alles mit dem Kin­der­geld, das wäre eine tolle Sache und das hät­ten ja die Blauen gemacht. Und die sor­gen auch dafür, dass Öztürk nicht ihren Kin­der­gar­ten­platz weg­schnappt. Aber Nazis? Oh nein, das fan­ta­sier’ ich mir als ‘Lin­ker’ (offen­bar sind alle links, die nicht so weit rechts ste­hen, dass sie schon fast hin­un­ter­fal­len) natür­lich nur zusammen.

Ich habe das Gespräch dann been­det. Ver­mut­lich permanent.

Inter­es­sant… man hat das ja eigent­lich gewusst, aber so deut­lich tritt die  Men­ta­li­tät der ‘Flei­ßi­gen und Anstän­di­gen’ sehr sel­ten ans Tages­licht: Schauen, wo ich mög­lichst viel Geld mit mög­lichst wenig Arbeit geschenkt bekomme. Und wenn’s dann auch noch den ‘Frem­den’ – die viel­leicht schon län­ger da sind als man selbst auf der Welt – eins aus­wi­schen, das reicht, um die öster­rei­chi­sche Volks­seele zu befrie­di­gen. Das ist das Rezept der natio­na­len Sozia­lis­ten – hätte man sich bei der Selbst­be­zeich­nung auch den­ken können.

Heute gibt’s zwei Geschenke.

Eins, meine Wahl­emp­feh­lung. Alles außer der FPÖ, die immer unge­nier­ter nicht nur weit rechts steht, son­dern mit dem Ewig­gest­ri­gen koket­tiert, ohne allzu sehr auf das Augen­zwin­kern zu ach­ten. Eine zutiefst ver­ach­tens­werte Sorte Mensch. Da sind diverse Psy­cho­pa­then wie die Chris­ten noch bes­ser als Pro­test­par­tei, die kön­nen wenigs­tens nichts anstellen.

Zwei, weil die FPÖ und ihre Wäh­ler aber sehr gut der hin­ter­fot­zi­gen öster­rei­chi­schen Seele ent­spre­chen: Hier die Voll­ver­sion des Herrn Karl (Hel­mut Qual­tin­ger) in sechs Tei­len. Sollte man gese­hen haben, sollte man dar­über nach­den­ken, bevor man zur Urne schreitet.

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