Nur in Österreich.

Sep
2008
29

Nur noch eines zur Wahl. In jedem ande­ren west­li­chen Land würde ein Par­tei­ob­mann, der gerade 30 Pro­zent sei­ner Wäh­ler – und damit wohl auch einen Teil des har­ten Kerns – ver­lo­ren hat, im ers­ten Inter­view um 17.30 Uhr nur eines sagen: ‘Ich lege mit mor­gen 12 Uhr alle meine Par­tei­funk­tio­nen zurück und stehe auch nicht mehr für einen Platz im Natio­nal­rat zur Verfügung.’

Nicht so in Öster­reich. Hier wird noch davon gere­det, dass man ‘das jetzt ana­ly­sie­ren’ müsste. Rück­tritte haben hier­zu­lande keine Tra­di­tion, und die meis­ten Poli­ti­ker ein­fach nicht die Inte­gri­tät, diese Kon­se­quenz zu zie­hen. Sie war­ten lie­ber ab, bis sie von den Par­tei­gre­mien unter schwe­rem Gesichts­ver­lust mit Gewalt ent­sorgt wer­den. Ist es Zukunfts­angst? Wohl kaum, irgend ein Platz in einem par­tei­na­hen Unter­neh­men fin­det sich immer. Also, was läuft hier falsch? Glaubt Herr Mol­te­rer wirk­lich, dass das noch­mal was wird?

Leave a Reply

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien