Tja.
2008
Eigentlich gibt es nicht viel zu sagen, eigentlich kommentiert sich so gut wie alles, das gerade passiert, von selbst, und es braucht keine schlauen Blogger, die noch ein Quäntchen völlig unwichtiger Meinung dazugeben. Interessant sind natürlich die (Nicht-)Parallelen zwischen österreichischen und amerikanischen Regierungsbildungen. Während Barack Obama, der neu gewählte Präsident der USA, mit Vollgas an die Sache geht, eine Regierung aus Superstars bildet, die auch Kompetenzen ihn ihren Bereichen vorweisen können, läuft in Österreich business as usual: Die Ministerien werden an den Meistbietenden verschachert, Kompetenz ist irrelevant (Hallo, Finanzminister Pröll) und das Wichtigste ist, dass alle Freunde gut bedient sind (Hallo, Justizministerin Fekter). Dass die SPÖ wieder einmal umgefallen ist und gleich Justiz und Inneres an die ÖVP abgetreten hat, versteht sich von selbst — eine ideale Ausgangsposition, um in einigen Jahren Josef Pröll loszuwerden und dann Juniorpartner einer zu 40% erstarkten, ultra-rassistischen FPÖ zu werden. Bis dahin wird die Wirtschaftskrise, der natürlich in diesem luftleeren Raum nichts entgegengestellt wird, schon dafür sorgen, dass die Leute ‚richtig’ wählen.
Kurz gesagt — die Politik und das Wetter sind zum sich den ganzen Tag übergeben. Allerdings wird der Winter irgend wann wieder zum Sommer — bei der Politik glaube ich das eigentlich nicht mehr. Der österreichische Obama heißt nämlich HC Strache, und das wird in naher Zukunft zum Problem für alle, die halbwegs denken können, werden.