Star Trek.
2009
Gerade zurück vom neuen Star-Trek-Film. Kurzkritik: Willkommen im 21. Jahrhundert! Es brauchte den Austausch der gesamten Produkionsmannschaft und viele Jahre, die auch durch die grauenhafte Serie ‚Enterprise’ nicht viel kürzer wurden, um dem alten Schlachtross endlich wieder ein Paar Eier zu verpassen. Hollywood-Wunderkind JJ Abrams ist es gelungen, sowohl Neueinsteiger zufriedenzustellen als auch alte Fans — erstere dadurch, dass der 40 Jahre alte Kanon endlich über Bord geworfen wurde und zweitere, weil noch immer genug Anspielungen und Details vorkommen, um die Geeks zu befriedigen. Admiral Archers Beagle? Ist witzig für jemanden, der die letzte TV-Serie nicht gesehen hat. Ist aber auch eine tolle Anspielung auf den einzigen brauchbaren Charakter in ‚Enterprise’…
Da sich auf rottentomatoes. com die Kritiker ohnehin schon überschlagen (selten erreichte 95%) und auch die Fans auf imdb selten großzügig sind (8,6), spare ich mir eine Detailkritik. Kurz gesagt: Star Trek ist nach langen, langen Jahren endlich wieder an einem Punkt, der den Fan auf den nächsten Film hoffen lässt statt davor Angst zu haben, wie tief selbiger das Franchise nochrunterziehen wird. Natürlich ist (noch) nicht alles perfekt — einige sehr fragwürdige Designentscheidungen wie, den Maschinenraum in etwas zu filmen, das wie eine Brauerei aussieht und Aliens, die besser in Mos Eisley zuhause wären, fallen ein — aber das wird sich in den unvermeidlichen Fortsetzungen wohl geben. Willkommen zurück, Star Trek. Du hast gefehlt.