HC.

Mai
2009
16

Was würde eigent­lich pas­sie­ren, wenn HC Stra­che und seine ganz rech­ten Recken für 10 Jahre die abso­lute Mehr­heit in Öster­reich errin­gen wür­den? Um es kurz zu sagen — das wäre wohl der größte Alb­traum, den so ein Mensch (und ich ver­wende das Wort hier sehr libe­ral) erle­ben könnte. Man stelle sich vor:

  • Öster­reich wäre rein weiß, Aus­län­der gibt es keine mehr.
  • Rund­herum wäre eine Mauer gebaut, drin essen alle den gan­zen Tag Schnit­zel, trin­ken Bier und krie­gen 5000 Euro pro Monat geschenkt, die aus dün­ner Luft entstehen.

Ehr­lich, wo sind dann noch die Feind­bil­der? Was FPÖ-WählerInnen (die bis auf einen klei­nen Pro­zent­satz natür­lich nicht alle Nazis sind!) nicht ver­ste­hen, ist die abso­lute Kon­zept– und Ide­en­lo­sig­keit die­ses Ver­eins. Es ist eines, ein oder auch zwei Mal auf die pro­vo­kan­ten Hass­pa­ro­len her­ein­zu­fal­len. Aber die braune Suppe hat ja schon sechs Jahre lang bewie­sen, wozu sie fähig ist — nichts näm­lich. Man kann dem Sys­tem Gusen­bauer vor­wer­fen was man will, aber den Boden für die kom­plette Ver­sum­pe­rung des öster­rei­chi­schen poli­ti­schen Sys­tems wurde unter Schwarz­braun gelegt. Auch das Sys­tem Fay­mann ist übri­gens noch immer eine Schock­welle die­ser Jahre. Es wird Zeit, diese Gene­ra­tion end­lich in den wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand zu schi­cken. Lasst doch Jung­ta­lente wie die groß­ar­tige Laura Rudas und den Gräfinnen-Verschnitt Sil­via Fuhr­mann ans Ruder, dann klappt das auch mit den Jun­gen wie­der. Das­selbe gilt übri­gens auch für die Grü­nen: Nur mit krea­ti­ven Jung­ta­len­ten, die es in der Par­tei zuhauf gibt, geht’s wie­der auf­wärts. Machen wir so wei­ter wie bis­her, dann haben FPÖ und BZÖ bei den nächs­ten Wah­len 50 Pro­zent — und Öster­reich ein weit grö­ße­res Pro­blem als ‚man­gelnde Gesprächskultur’.

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