HC.
2009
Was würde eigentlich passieren, wenn HC Strache und seine ganz rechten Recken für 10 Jahre die absolute Mehrheit in Österreich erringen würden? Um es kurz zu sagen — das wäre wohl der größte Albtraum, den so ein Mensch (und ich verwende das Wort hier sehr liberal) erleben könnte. Man stelle sich vor:
- Österreich wäre aus der EU ausgetreten.
- Österreich wäre rein weiß, Ausländer gibt es keine mehr.
- Rundherum wäre eine Mauer gebaut, drin essen alle den ganzen Tag Schnitzel, trinken Bier und kriegen 5000 Euro pro Monat geschenkt, die aus dünner Luft entstehen.
Ehrlich, wo sind dann noch die Feindbilder? Was FPÖ-WählerInnen (die bis auf einen kleinen Prozentsatz natürlich nicht alle Nazis sind!) nicht verstehen, ist die absolute Konzept– und Ideenlosigkeit dieses Vereins. Es ist eines, ein oder auch zwei Mal auf die provokanten Hassparolen hereinzufallen. Aber die braune Suppe hat ja schon sechs Jahre lang bewiesen, wozu sie fähig ist — nichts nämlich. Man kann dem System Gusenbauer vorwerfen was man will, aber den Boden für die komplette Versumperung des österreichischen politischen Systems wurde unter Schwarzbraun gelegt. Auch das System Faymann ist übrigens noch immer eine Schockwelle dieser Jahre. Es wird Zeit, diese Generation endlich in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken. Lasst doch Jungtalente wie die großartige Laura Rudas und den Gräfinnen-Verschnitt Silvia Fuhrmann ans Ruder, dann klappt das auch mit den Jungen wieder. Dasselbe gilt übrigens auch für die Grünen: Nur mit kreativen Jungtalenten, die es in der Partei zuhauf gibt, geht’s wieder aufwärts. Machen wir so weiter wie bisher, dann haben FPÖ und BZÖ bei den nächsten Wahlen 50 Prozent — und Österreich ein weit größeres Problem als ‚mangelnde Gesprächskultur’.