Knowing.

Jun
2009
21

Regis­seur Alex Proyas ist in Höchst­form, wenn er dunkle, mys­te­riöse Geschich­ten erzäh­len kann. So gese­hen ver­wun­dert es nicht, dass auch sein neu­es­tes Werk, Kno­wing, in diese Rich­tung geht. Es ist ein Film, der gleich­zei­tig fas­zi­niert aber dann durch ein Ende, das nicht sein müsste, doch etwas ent­täuscht zurück­lässt.

Vor­sicht, ab hier wird etwas von der Hand­lung verraten!

Es ist sel­ten, dass ein Film durch Raum­schiffe schlech­ter wird. Im Fall des Mystery-Thrillers Kno­wing ist das aller­dings so. Dabei fängt alles sehr gut an: Eine geheim­nis­volle Bot­schaft, die 1959 ver­gra­ben und 2009 aus­ge­gra­ben wird. Ein Zet­tel voll Zah­len, des­sen dunk­les Geheim­nis sich erst lang­sam erschließt. Kata­stro­phen, die genau dann ein­tre­ten, wann auf die­sem Zet­tel geschrie­ben steht. Bis zur letz­ten ist Astronomie-Professor John Koest­ler (Nico­las Cage sou­ve­rän wie immer) nicht ganz von den Pro­phe­zei­un­gen über­zeugt, trotz­dem er Augen­zeuge zweier Ereig­nisse (per­fekt und in zwei Fäl­len auch für alte Kino­ha­sen scho­ckie­rend in Szene gesetzt von Special-Effects-Guru
Angelo Sahin) wird. Doch was bedeu­tet die letzte Zahl… die keine Zahl ist, son­dern die Buch­sta­ben EE?
Sobald die­ses Rät­sel gelöst ist, wird der unheim­li­che Thril­ler schnell zur Stan­dard­kost für SciFi-Fans inklu­sive außer­ir­di­schen Engeln und Raum­schif­fen, an denen sich wohl eine Legion CGI-Künstler auf Crack aus­to­ben durfte. Lei­der trägt die­ser — buch­stäb­lich — letzte Akt nichts bei, son­dern löst Fra­gen, die nicht gelöst wer­den hät­ten dür­fen. Am Schluss bleibt dem Zuse­her, das block­bus­ter­ty­pi­sche Feu­er­werk zu genie­ßen und nicht dar­über nach­zu­den­ken, wie gut Kno­wing ohne die Proyas-typischen ‚dunk­len Män­ner’ und außer­ir­di­schen Mächte hätte sein kön­nen. Wäh­rend in der ers­ten Hälfte durch­aus Remi­nis­zen­zen an M. Night Shyamalan’s Signs - einem schwer unter­schätz­ten Film — auf­kommt ist das Ende eher spä­ter Ste­ven Spiel­berg. Und das ist kein Kompliment.

Kno­wing wäre bes­ser gewe­sen, wenn die Auto­ren die über­na­tür­li­che Keule im Sack gelas­sen und eher auf Mys­tery und Span­nung gesetzt hätte. Außer­dem… wäre dann eine Fort­set­zung mög­lich gewesen ;)

8.0÷10 ‚weil der Film viel ver­spricht, das meiste davon hält und trotz Abschluss­schwä­chen fes­seln kann.‚

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