Beleidigt.

Aug
2009
27

Wie­der ein­mal ein Titel­schumm­ler, und ein sehr pro­mi­nen­ter dazu? Inter­es­sant! Schön ist vor allem, wie belei­digt der Beklagte rea­giert :D

http://​blog​.pro​fil​.at/​m​i​c​h​a​e​l​n​i​k​b​a​k​h​s​h​/​d​e​r​-​s​i​e​z​e​n​d​e​-​h​o​l​l​a​e​n​d​er/

Titel­kampf. Das Han­dels­ge­richt Wien muss sich dem­nächst mit einer ziem­lich deli­ka­ten Ange­le­gen­heit aus­ein­an­der set­zen. Der Wie­ner Rechts­an­walt Michael Rami hat einen gewis­sen Adrian Eugen Hol­la­en­der, Jurist, „Krone“-Kolumnist“ und Filius des schei­den­den Staats­opern­di­rek­tors Ioan Holen­der (merke die unter­schied­li­che Schreib­weise des Fami­li­en­na­mens), auf Unter­las­sung nach dem Bun­des­ge­setz gegen den Unlau­te­ren Wett­be­werb geklagt. In der Klags­schrift heißt es unter ande­rem: „Der Beklagte (Hol­la­en­der, Anm.) bezeich­net sich in der Öffent­lich­keit seit Jah­ren und bis heute … als ‚Pro­fes­sor’, ‚Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor’ und ‚ao Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor’, ohne dass er zur Füh­rung der­ar­ti­ger Titel in Öster­reich berech­tigt wäre.“ Dass Hol­la­en­der, in der Klage wört­lich als „Fach­schrift­stel­ler” titu­liert, sich auch der Lei­tung des von ihm selbst gegrün­de­ten „Zen­trums für Rechts­for­schung” respek­tive des Vor­sit­zes eines inexis­ten­ten par­la­men­ta­ri­schen „Grund­recht­kon­vents“ berühmt, stößt Rami nicht min­der sauer auf.

pro­fil hat bereits vor Mona­ten über Unge­reimt­hei­ten rund um Hol­la­en­ders angeb­li­chen Pro­fes­so­ren­ti­tel rumä­ni­scher Pro­ve­ni­enz berich­tet. Was uns die unein­ge­schränkte Ver­ach­tung des Herrn zuteil wer­den ließ. Beru­hi­gend nur, dass wir damit nicht ganz allein sind. Der Klage ist, gleich­sam zum Drü­ber­streuen, ein von Hol­la­en­der ver­fass­ter Brief vom 10. Juni 1989 beige­fügt, den er unmit­tel­bar nach der Matura an seine Klas­sen­ka­me­ra­den adressierte.

Das Schrei­ben trägt zwar wenig zur Erhel­lung des Sach­ver­halts bei – ver­rät aber viel über Hol­la­en­ders grau­same Jugend. Lesen Sie selbst:

„Werte Ex-Mitschüler! Nie­mand soll mir nach­sa­gen, ich hätte kei­nen Humor. Er gehört zum Leben wie das Gewürz in eine gute Suppe. Aus die­sem Grund wird es wohl jeder ver­ste­hen, dass ich Scherze und Bemer­kun­gen – so infan­til und lächer­lich sie auch manch­mal waren – stets mit über­le­ge­nem, noblen Lächeln tole­riert habe.

-> Wer fin­det den Fall­feh­ler?

Es wird aber gleich­falls jeder ver­ste­hen, dass ich all das nun nicht mehr tole­rie­ren kann. Wei­ters wird es wohl ver­ständ­lich sein, daß es gewisse gesell­schaft­li­che Schran­ken gibt, die jeder zivi­li­sierte Mensch aner­ken­nen und respek­tie­ren sollte. Eini­gen Aus­er­wähl­ten wird es gele­gent­lich gestat­tet, diese Schran­ken zu überschreiten.

Aber eben nur einigen.

Die Tat­sa­che, daß ich mich acht Jahre hin­durch von jedem in der Gym­na­si­um­straße 83 duzen ließ, ist somit auch nur mei­ner Tole­ranz zuzuschreiben.

Nun ist der Moment gekom­men, die Gewäh­rung die­ses Du-Wortes zurück­zu­zie­hen. Aus­ge­nom­men sind meine Freunde Albert, Mar­kus, Richard sowie Syl­via, Lena und Katja, sofern sie damit ein­ver­stan­den sind und fer­ner die­je­ni­gen, die in mei­nem Ten­nis­club als Mit­glie­der spie­len.
Ich wün­sche unab­hän­gig davon jedem alles Gute, viel Glück und Erfolg im Leben.“

-> I brunz mi an! Was für ein Ego!

Gezeich­net: Adrian Hollaender

Wir haben Herrn Hol­la­en­der um Stel­lung­nahme ersucht – Sie fin­den diese unre­di­giert und in vol­ler Länge wei­ter unten.

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  1. admin

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