9/11.
2009
Der 11. September ist acht Jahre her. Die Bilder sind noch frisch, doch sie sind beinahe im Kriegsrummel der Bush-Jahre untergegangen. Acht Jahre hat es gedauert, bis ich endlich einen Tribut an diesen Tag gesehen habe, der diesen Namen auch wert ist. Filme gibt es ja viele — Heroismus, Flaggen, Emotionen. Die amerikanische Sitcom Becker mit Ted Danson ging einen anderen Weg und er ist effektiver als alle Special Effects Spektakel von Oliver Stone bis Paul Greengrass. Becker, der immer ärgerliche Arzt, trifft in der vorletzen Folge ‚Subway Story’ ebendort auf eine alte Frau (gespielt von TV-Veteranin Frances Sternhagen), die offensichtlich noch nie in New York war. Während an der Oberfläche der B-Plot weiterläuft und im Gegensatz zum Rest der 6. Staffel auch tatsächlich lustig ist, nimmt sich Becker ein Herz und begleitet die Frau zur U-Bahn-Station Chambers Street. Dort angekommen will sie jedoch nicht nach oben gehen, sondern setzt sich auf eine Bank. Becker bemerkt das und geht sie unfreundlich an, was denn nun schon wieder los sei. Die Frau — deren Namen wir nie erfahren — beginnt dann einen Monolog, der nicht nur das Beste ist, was jemals in einer Sitcom gesagt wurde, er stellt auch viele Reden und Monologe in ‚echten’ Filmen weit in den Schatten.
He would have been forty, today.
- Who? Who would have been forty?
My son. It’s funny. He got to work early that morning and called me, just to chat. About dinner that weekend, about the trip he was planning, the weather. It was such a beautiful September day. He said he could see practically all of Manhattan from his office. He loved that view. Then he had to go to a meeting. Didn’t even say goodbye, just that he’d call me later. I did the dishes. I made coffee. And then I… just happened to turn on the TV. Ever since I thought of all the things I would have said if I’d know I’d never talk to him again.
- I’m so sorry.
I’ve been telling myself to come down here. Ever since… it happened. Now I finally made it. I can’t go up there. I’m afraid to look and… and see all that emptiness.
Hier das Video. Die Szene beginnt bei 1:50.