Gockel.

Okt
2009
27

Man muss sich fra­gen: Ist Gio Hahn als EU-Kommissar die Höhe der Pein­lich­keit, derer die öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung fähig ist? Schwer zu sagen, man könnte viel­leicht noch Hump-Dum– Hil­mar Kabas als UNO-Botschafter nach New York schi­cken. Das wars dann aber schon. Nur zur Erin­ne­rung: Hahn ist als Bil­dungs­mi­nis­ter heil­los über­for­dert. Mit heu­ti­gem Tag ist die Uni Wien seit sechs Tagen besetzt, Gesprä­che scheint es noch keine gege­ben zu haben. Hahn hatte auch die glor­rei­che Idee, am Vor­abend der inter­es­san­tes­ten Zeit in der Par­ti­kel­phy­sik aus dem euro­päi­schen Super-Forschungsprojekt CERN und damit dem LHC aus­zu­stei­gen und musste durch den Bun­des­kanz­ler gestoppt werden.

Wei­tere Akti­vi­tä­ten sind nicht bekannt. Hahn ist trotz­dem ein Welt­wun­der: Wohl der ein­zige sei­ner Art, der regel­mä­ßig Eier legt. Eines nach dem ande­ren, immer, wenn er den Mund auf­macht und demons­triert, dass er noch immer Stadt­rat ist und kei­ner­lei Nei­gung zu einer brei­te­ren Per­spek­tive zeigt.

Wem schon Öster­reich zu groß ist, den schickt diese Regie­rung also nach Brüs­sel. Das freut dann sowohl Dichand als auch die Regie­rung selbst. Erlaubt es doch, wie schon bis­her in fröh­li­chem Duett auf Europa zu schimp­fen. Wun­dern, warum ‘uns’ dort kei­ner mehr ernst nimmt, braucht man sich aller­dings nicht.

Übri­gens: Auch der deut­sche Vor­schlag, Gün­ther Oet­tin­ger, ist der abso­lute Brin­ger. EU-Chef José Manuel Bar­roso kann einem leid­tun. Es ist zu hof­fen, dass der Ver­trag von Lis­sa­bon schnell umge­setzt wird, womit mehr Macht auf das EU-Parlament und neue Organe über­geht und die Kom­mis­sion nicht mehr das bis­he­rige Gewicht besitzt.

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