Gockel.
2009
Man muss sich fragen: Ist Gio Hahn als EU-Kommissar die Höhe der Peinlichkeit, derer die österreichische Bundesregierung fähig ist? Schwer zu sagen, man könnte vielleicht noch Hump-Dum– Hilmar Kabas als UNO-Botschafter nach New York schicken. Das wars dann aber schon. Nur zur Erinnerung: Hahn ist als Bildungsminister heillos überfordert. Mit heutigem Tag ist die Uni Wien seit sechs Tagen besetzt, Gespräche scheint es noch keine gegeben zu haben. Hahn hatte auch die glorreiche Idee, am Vorabend der interessantesten Zeit in der Partikelphysik aus dem europäischen Super-Forschungsprojekt CERN und damit dem LHC auszusteigen und musste durch den Bundeskanzler gestoppt werden.
Weitere Aktivitäten sind nicht bekannt. Hahn ist trotzdem ein Weltwunder: Wohl der einzige seiner Art, der regelmäßig Eier legt. Eines nach dem anderen, immer, wenn er den Mund aufmacht und demonstriert, dass er noch immer Stadtrat ist und keinerlei Neigung zu einer breiteren Perspektive zeigt.
Wem schon Österreich zu groß ist, den schickt diese Regierung also nach Brüssel. Das freut dann sowohl Dichand als auch die Regierung selbst. Erlaubt es doch, wie schon bisher in fröhlichem Duett auf Europa zu schimpfen. Wundern, warum ‘uns’ dort keiner mehr ernst nimmt, braucht man sich allerdings nicht.
Übrigens: Auch der deutsche Vorschlag, Günther Oettinger, ist der absolute Bringer. EU-Chef José Manuel Barroso kann einem leidtun. Es ist zu hoffen, dass der Vertrag von Lissabon schnell umgesetzt wird, womit mehr Macht auf das EU-Parlament und neue Organe übergeht und die Kommission nicht mehr das bisherige Gewicht besitzt.