Gockel II.

Okt
2009
28

Das kann doch nicht sein Ernst sein. Gio Hahn will neben sei­ner Funk­tion als zukünf­ti­ger EU-Kommissar (zur Erin­ne­rung: das ist ein Minis­ter­amt in einem 500-Millionen-Land) noch Chef der Wie­ner ÖVP blei­ben. Die­ses Ver­hal­ten zeugt von zwei Din­gen, näm­lich 1. unstill­ba­rer Gier nach mög­lichst vie­len Gehäl­tern. Und zwei­tens, wie ernst der Mann die­ses Amt nimmt und wie euro­pä­isch er denkt. Man kann nur wie­der­ho­len, was Poli­ti­ker in die­sem Land offen­sicht­lich der All­macht der Kro­nen Zei­tung geop­fert haben: Ein Kom­mis­sar ist keine natio­nale Funk­tion son­dern eine euro­päi­sche. Hahns Auf­gabe in Brüs­sel ist nicht, öster­rei­chi­sche Inter­es­sen zu ver­tre­ten son­dern Europa wei­ter­zu­brin­gen. Kann ihm das bitte wer sagen? Herr Busek?

Mit so einer Aus­sage ist eigent­lich der erste Skan­dal der Ära Hahn per­fekt. Wun­dern braucht man sich nicht, dass die Öster­rei­cher angeb­lich euro­pa­müde sind. Wenn schon die Leute, die wir nach Brüs­sel schi­cken glau­ben, das sei maxi­mal eine Teil­zeit­be­schäf­ti­gung, der man halt nach­geht weils nicht anders geht…

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