Kellernazi.

Feb
2010
28

Es erüb­rigt sich, recht viel über die FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Bar­bara Rosen­kranz zu schrei­ben. Der EUGH hat offi­zi­ell fest­ge­stellt, dass es völ­lig in Ord­nung ist, sie als ‚Kel­ler­nazi’ zu bezeich­nen, die Namen der zehn Kin­der spre­chen Bände, der Göt­ter­gatte ist im schwam­mi­gen Grau­be­reich zwi­schen rech­tem Flü­gel der FPÖ und dem Ver­bots­ge­setz tätig, und die gute Frau selbst lässt keine Gele­gen­heit aus, sich im ganz brau­nen Sumpf umzu­tun. In der Öffent­lich­keit gibt sie sich sach­lich. Stramm rechts, aber nie in Berüh­rung mit dem ganz Ekel­haf­ten. Sobald die Kame­ras aus sind, zeigt sich das wahre Gesicht.

Die feine Sache ist… bei der Bun­des­prä­si­den­ten­wahl zählt dies­mal keine der übli­chen Aus­re­den, mit denen FPÖ-Erfolge klein­ge­re­det wer­den. Pro­test­wahl, nicht gewusst, bla­bla. Nein. Dies­mal liegt klar auf dem Tisch, wer da antritt. Im bes­ten Fall (von einer nicht geis­tes­ge­stör­ten Per­spek­tive) bekommt sie 10 Pro­zent und alles ist gut. Im schlech­tes­ten bekommt sie 30. Auf jeden Fall wird völ­lig klar sein, wie hoch der Anteil der Öster­rei­che­rIn­nen ist, die einen aus­ge­wie­se­nen Nazi als Bun­des­prä­si­den­tin haben wolle. Kein Her­um­rech­nen, keine Wäh­ler­strom­ana­ly­sen, bei der Macht­lo­sig­keit des BPs eigent­lich über­haupt keine Ana­ly­sen — die Zahl wird zei­gen, wie es steht im Land. Per­sön­lich habe ich ein ungu­tes Gefühl. Man kann nur hof­fen, dass die ande­ren Par­teien die rich­ti­gen Schlüsse zie­hen wer­den, und das ist kein wei­te­rer Rechts­ruck. Zu befürch­ten ist Nein, aber die Hoff­nung stirbt natür­lich zuletzt.

Leave a Reply

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien