20 Prozent.
2010
Hin und wieder entlarven sich die Kampffeministinnen selbst. Wie zum Beispiel in diesem Standard-Artikel (wobei selbige Zeitung ohne das Firefox-Addon ‚Binnen-I be gone’ sowieso oft schon schwer zu lesen ist). Im vorletzten Absatz steht geschrieben:
Nicht überraschend sei so gesehen der hohe Ausländeranteil bei den Umweltbeschäftigten; und dort, wo es wirklich dreckig und ungesund wird, nämlich bei der Müllsortierung, der hohe Frauenanteil von rund 20 Prozent.
Verstehe ich das also jetzt richtig? Wenn in einem Drecksjobs 80 Prozent Männer arbeiten, dann ist das Diskriminierung gegenüber Frauen?
Die Autorin dieses Artikels entlarvt sich mit diesem einen Satz. Es geht nämlich keineswegs um Gleichberechtigung (ein Anliegen, das ich aus vollstem Herzen unterstütze). Es geht darum, Frauen besser zu behandeln als uns böse Männer. Auch das, werte Kollegin, ist Diskriminierung. Oder lesen wir bald ein Plädoyer für Frauenquoten in der Abfallentsorgung? I don’t think so.
4 comments
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Nochmals, ich glaube, er meint: verhältnismäßig mehr, als in anderen Bereichen der Branche (wo mehr bezahlt wird und bessere Arbeitsbedingungen herrschen). Ich weiß nicht, ob dieser Befund stimmt, ich halte ihn aber nicht für so naiv, dass er den Unterschied zwischen 20% und 50 % nicht wahrnimmt.
20 Prozent sind nicht ‚verhältnismäßig mehr’ sondern definitiv VIEL weniger als die Hälfte.
Nu jo. Der Satz stammt nicht von der Autorin dieses Artikels, sondern vom AK-Umwelt– und Wirtschaftsexperten Thomas Ritt. Und was uns Herr Ritt, glaub ich, damit wirklich sagen will, ist, dass in der besonders schlecht bezahlten Müllsortierung verhältnismäßig mehr Frauen arbeiten (müssen) als in anderen Bereichen der Branche. Und, dass Frauen im Schnitt die schlechter bezahlten Jobs machen, halte ich jetzt nicht unbedingt für einen Mythos.
Ich bin zwar eine Frau, aber ich gebe dir völlig recht ! Was mich auch immer ärgert sind Menschen, die wirklich NUR immer die weiblichen Bezeichnungen nennen: Die Teilnehmerinnen dieses Kurses…damit sie sich bloß politisch korrekt ausdrücken, was doch auch nur dann der Fall ist, wenn man beide Bezeichnungen sagt (und dann wird ein Text erst so richtig übel zum Lesen find ich, wenn alles doppelt da steht„die Teilnehmer und Teilnehmerinnen…”). Ich glaub, nur gewisse Feministinnen haben sich am früheren Einheitswort „Teilnehmer”(welches Wort auch immer) gestört, obwohl eigtl klar war/ist, dass eh beide Geschlechter damit gemeint sind…Fragt sich nur warum man sich nur dann gleichberechtigt fählt, wenn man ein „in” hinten dran hat!!!