.at
2010
Nicht nur subjektiv bin ich gerade ziemlich genervt und vom Leben gestresst. Auch ganz objektiv war das keine gute Woche für Österreich. Zuerst die klare Lüge, sich ca. 4 Milliarden Euro beim Volk durch Steuererhöhungen zu holen. Bliebe es bei diesen vier Milliarden, was nicht so sein wird, dann wären das bis 2014 run 1300 Euro oder ein durchschnittliches Nettoeinkommen (an sich schon windungswürdig) für jeden ‚steueraktiven’ Arbeitnehmer. Dass es die treffen wird, ist natürlich klar — auch wenn pro forma Unternehmenssteuern erhöht werden, werden die natürlich aufgerundet weitergereicht. Dasselbe gilt für die verlogene Bankenabgabe. Der Mittelstand, der in diesem Land ja knapp über der Armutsgrenze beginnt, blutet weiter aus. Die gesamte Steuerlast steigt inkl. MwSt. auf weit über 70 Prozent.
Als wäre das noch nicht genug, wurde auch noch ein Antiterrorgesetz der paranoiden Oberklasse verabschiedet, das zukünftig sogar Witze strafbar macht. Ja, das sollte die durch Befehl von oben vorher verängstigten rechts-proletoiden Volltrotteln Menschen mit eingeschränkter Denkfähigkeit beruhigen und von der FPÖ wieder in die liebenden Arme der Großkoalitionäre treiben. Vor allem wird es die täglichen Bombenanschläge auf Cafés einschränken und nicht dazu genutzt werden, dem verhassten Nachbarn oder gar politisch unangenehmen Zeitgenossen eins auszuwischen.
Die Zukunft sieht nicht gut aus. Stückchen für Stückchen werden Freiheiten einfach abgeschafft. Dazu zählt nicht nur die angeschlagene Gleichheit vor dem Gesetz, Meinungsfreiheit, Freiheit der Rede. Dazu zählt auch der finanzielle Handlungsspielraum. Denn: Frei ist nur, wer sich auch bewegen kann. Ein Volk, das an der ganz kurzen Leine hängt, muckt kaum auf, sitzt brav vorm Fernseher und vertrinkt seine letzten verbliebenen Euros im Wirtshaus. Womit wir wohl den tieferen Sinn dieser Maßnahmen gefunden hätten.