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Apr
2010
21

Nicht nur sub­jek­tiv bin ich gerade ziem­lich genervt und vom Leben gestresst. Auch ganz objek­tiv war das keine gute Woche für Öster­reich. Zuerst die klare Lüge, sich ca. 4 Mil­li­ar­den Euro beim Volk durch Steu­er­er­hö­hun­gen zu holen. Bliebe es bei die­sen vier Mil­li­ar­den, was nicht so sein wird, dann wären das bis 2014 run 1300 Euro oder ein durch­schnitt­li­ches Net­to­ein­kom­men (an sich schon win­dungs­wür­dig) für jeden ‚steu­er­ak­ti­ven’ Arbeit­neh­mer. Dass es die tref­fen wird, ist natür­lich klar — auch wenn pro forma Unter­neh­mens­steu­ern erhöht wer­den, wer­den die natür­lich auf­ge­run­det wei­ter­ge­reicht. Das­selbe gilt für die ver­lo­gene Ban­ken­ab­gabe. Der Mit­tel­stand, der in die­sem Land ja knapp über der Armuts­grenze beginnt, blu­tet wei­ter aus. Die gesamte Steu­er­last steigt inkl. MwSt. auf weit über 70 Prozent.

Als wäre das noch nicht genug, wurde auch noch ein Anti­ter­ror­ge­setz der para­no­iden Ober­klasse ver­ab­schie­det, das zukünf­tig sogar Witze straf­bar macht. Ja, das sollte die durch Befehl von oben vor­her ver­ängs­tig­ten rechts-proletoiden Voll­trot­teln Men­schen mit ein­ge­schränk­ter Denk­fä­hig­keit beru­hi­gen und von der FPÖ wie­der in die lie­ben­den Arme der Groß­ko­ali­tio­näre trei­ben. Vor allem wird es die täg­li­chen Bom­ben­an­schläge auf Cafés ein­schrän­ken und nicht dazu genutzt wer­den, dem ver­hass­ten Nach­barn oder gar poli­tisch unan­ge­neh­men Zeit­ge­nos­sen eins auszuwischen.

Die Zukunft sieht nicht gut aus. Stück­chen für Stück­chen wer­den Frei­hei­ten ein­fach abge­schafft. Dazu zählt nicht nur die ange­schla­gene Gleich­heit vor dem Gesetz, Mei­nungs­frei­heit, Frei­heit der Rede. Dazu zählt auch der finan­zi­elle Hand­lungs­spiel­raum. Denn: Frei ist nur, wer sich auch bewe­gen kann. Ein Volk, das an der ganz kur­zen Leine hängt, muckt kaum auf, sitzt brav vorm Fern­se­her und ver­trinkt seine letz­ten ver­blie­be­nen Euros im Wirts­haus. Womit wir wohl den tie­fe­ren Sinn die­ser Maß­nah­men gefun­den hätten.

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